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Schlaraffia® Hildesia e.V.
Keßlerstraße 57
31134 Hildesheim
Tel. 0174 8434678
nur am Sippungsabend

E-Mail: info@schlaraffia-hildesia.de
Seit nun fast 90 Jahrungen "reiten" (schlaraffisch für "fahren" oder "gehen") die Schlaraffen der Hildesia im Juni gen Mechtshausen, um in diesem schönen Dorf des Ambergaus ihren Ehrenschlaraffen "Hans Huckebeyn" (profan: Wilhelm Busch, 1832-1908) zu ehren. Der Dichter und Maler zog 1898 in das Pfarrhaus in Mechtshausen am Harz zu seinem Neffen, Pastor Otto Nöldecke. Dort verstarb er 1908 an Herzversagen und wurde auf dem dortigen Friedhof begraben.
Diese Sommerveranstaltung wurde dermals von der Allmutter Praga, dem Gründungsreych der Schlaraffia®, sanktioniert und hat demzufolge eine Sippungsnummer. 1937 wurden die Vereine der Schlaraffen in Deutschland aufgelöst. Trotzdem trafen sich Mitglieder der Schlaraffia®Hildesia an einem Stammtisch und gründeten den profanen Kegelklub "Wilhelm Busch". So konnten sie auch weiterhin das Grab Wilhelm Buschs besuchen. In Deutschland begann eine uhufinstere Zeit, die bis zum Ende des 2. Weltkrieges andauerte. Hier die Reportage von Radio Tonkuhle über den damals geheimen "Kegelklub Wilhelm Busch".
Über die "Huckebeynritte" (Besuche des Grabes von Wilhelm Busch) führte man genau Buch. Die Teilnehmer an den Kegelveranstaltungen trugen sich in ein "Schmierbuch" (Protokollbuch) ein. Aus Angst vor Entdeckung durch die Gestapo versteckten unsere Altvorderen alle seit der Gründung der Schlaraffia Hildesia bis dahin geführten "Schmierbücher" auf einem Heuboden in Mechtshausen. Das Versteck war nach dem Krieg in Vergessenheit geraten. Rein zufällig wurde dieser Schatz dort erst Ende des letzten Jahrhunderts beim Aufräumen wieder entdeckt und der Schlaraffia übergeben.
Nach Wiedererstehen der Schlaraffenreyche Anfang der 50er-Jahre organisierte die Schlaraffia®Hildesia neben dem "Huckebeynritt" jährlich auch ein "Huckebeynturney" (Turnier), das seither aus räumlichen Gründen immer in Groß-Rhüden stattfindet.
 
Verantwortlich: Rt Sing-so-nett